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Mirrors on the ceiling, pink champagne on ice And she said 'We are all just prisoners here, of our own device' And in their master's chambers, they gathered for the feast They stab it with their steely knives, But they just can't kill the beast
~ Eagles: Hotel California
Angenehm floss das heiße Wasser Christls Rücken hinab. Sie war froh, Karl-Heinrichs Lust von ihrem Körper zu waschen und eine sanfte Gänsehaut lief ihre Schenkel empor, umkreiste spielerisch ihren Nabel und schwappte wie eine prickelnde Welle über ihre Liebesknospen hinweg. Doch konnte sie nicht das seltsam nagende Gefühl wegwaschen. Sie hatte eine Nacht lang über ihre Verhältnisse gelebt und nun musst sie das Hotel verlassen. Gazellengleich sprang sie aus der Dusche und trocknete ihren schönen Leib mit einem wuschlig-warmen Frottee-Handtuch, das sanft und vorsichtig die letzten Perlen Nässe von ihrem Körper sog. Sie nahm die Wärme des Bades mit, während sie noch dampfend ihren Beutel zusammenpackte. Da glitt das Handtuch von ihren Brüsten und fiel zu Boden. "Ups", dachte Christl bei sich, während das sanfte Morgenlicht ihre Nacktheit mit seinen goldenen Strahlen umspielte. Langsam bückte sich das junge Geschöpf, um das Handtuch wieder aufzuheben, und seine Scham zu verhüllen. Dabei sah Christl einen Zettel auf dem Boden liegen, der wohl aus Jakobs Beutel gefallen sein musste. Neugierig öffnete sie ihn und las. Es stand nichts darauf als eine Adresse.

Vor dem Hotel drehte sie sich noch einmal um, zu diesem Ort, der ihr das erste Stück Freiheit geschenkt hatte.
"Johnny!" entfuhr es ihr, als sie den Barkeeper müde aus dem Gebäude treten sah. Er wandte sich um und ihre Blicke verloren sich sogleich in der Tiefe der Seele des anderen. Keiner von ihnen würde je wieder sagen können, wie lange dieser Moment gedauert hatte.
"Ja, Christl?" erwiderte Johnny schließlich.
"Werden wir uns jemals wiedersehen?" stieß es aus ihr hervor, berauscht von ihrem neuen Leben. Mit loderndem Blick trat er rasch auf sie zu, umschlang mit seinem starken Arm ihre Hüfte, zog sie fest an seine männlichen Lenden und küsste sie so selbstbewusst und zärtlich, wie sie noch nie geküsst worden war. Als sich ihre Lippen endlich trennten, sah er ihr tief in die Augen und sprach: "Wann immer du willst, Baby!"
"In der Hölle! In der Hölle werdet ihr euch wiedersehen!" durchbrach eine hysterische Stimme ihren Zauber. Christl wandte sich um und sah Karl-Heinrich. "Ich brauch jetzt Badeperlen", hörte sie ihn noch grummeln, während er wütend davonstampfte.
Johnny sah sie an und schmunzelte. "Doch vorher muss ich noch duschen und mir den Schweiß meiner harten Arbeit vom Körper waschen."

Was sollte nur diese Adresse? Was wollte ihr Jakob damit sagen? Sie hatte nur eine Möglichkeit, es herauszufinden - sie musste hinfahren. Lange suchte sie zwischen den grauen Häuserschluchten, bis sie schließlich vor dem alten Herrenhaus stand. Nervös und neugierig zugleich klopfte Christl an die Tür. Sie wartete einige Zeit, bis ein adrett gekleidetes Hausmädchen ihr öffnete.
"Wer ist es, Aurelie? Ich bin gerade unter der Dusche", klang eine Frauenstimme aus dem Hintergrund.
"Es ist ein Bauerskind, einer frischen Blume gleich, welche der ersten Frühlingssonne ihr rosiges Antlitz zeigt. Doch steht es zitternd und staunend wie ein kleiner Vogel vor Eurer Tür welcher, sich der Kraft seiner Schwingen noch ungewiss, nur vorsichtig in luftigen Höhen seinen Lebensmut erprobt. Und kein Wort errreicht seine bebenden Lippen, welche sich der Welt erst zögernd öffnen."
Während Christl sich noch wunderte, erschien eine ältere, dennoch attraktive Frau, in einen eleganten Bademantel gekleidet in der Tür. Wasser tropfte aus ihrem vollen Haar, rannte spielerisch ihr Dekolleté hinab und verschwand zwischen ihren Brüsten.
"Ja?" fragt sie ungeduldig. In dieser noblen Umgebung fühlte Christl sich klein wie eine Gänsemagd. Die Frau musterte sie.
"Wer bist du?"
"Die Christl, die Sonnberger Christl." war alles, was sie sagen konnte. "Aus Schöneck."
Christl sah ein Blitzen in den Augen der Frau.
"Woher hast du diese Adresse?" fragte sie scharf.
"Vom ... vom Jakob", erwiderte Christl.
Die Pupillen der Frau weiteten sich. "Komm herein."

Erleichtert sank Christl in die weichen Untiefen des Sofas zurück, nachdem sie der Gutsfrau ihre lange und mühselige Geschichte erzählt hatte, die etliche Seiten füllen würde und die mehr einem Schundroman glich als dem, was Christl je gedacht hätte zu erleben. Die Gutsfrau musterte das Mädchen und ein nachdenkliches Lächeln umspielte ihr Lippen.
"Gut, Christl. Du kannst für einige Zeit bei mir bleiben."
Christl fiel ein schwarzer Felsbrocken vom Herzen.
"Es soll dir hier an nichts fehlen. Doch möchte ich, dass du eine Sache für mir tust."
"Was immer Sie möchten", antwortete Christl devot.
Im Hintergrund hüpfte Aurelie spärlich bekleidet vorbei, auf dem Weg in die Dienstbotendusche.

Nackt stehe ich vor dir, Herr. Gott, segne meinen Leib. Eiseskälte. Gänsehaut. Ein Schmerz in den Gliedern. Für dich, mein Herr, will ich stark sein! Zitternd stand Pater Florian in seiner kleinen Dusche. Das Wasser rann in Strömen an ihm herab und bildete kalte Pfützen um seine eisigen Füße.
"Doch warum soll ich es sein?" schrie es aus ihm heraus. Er drehte das Warmwasser auf und sofort entspannte er sich im sinnlich-heißen Strahl.
Wozu sollen solche Schmerzen gut sein? fragte er sich. Und für wen? Gepeinigt blickte er zu Boden, während ihre Küsse immer noch heiß im Strahl des Wassers auf seiner Haut brannten.
Herr, du lässt mich nicht schlafen. Und wenn ich doch schlafe, warum schickst du mir solche Träume? Und was können diese Träume anderes bedeuten, als dass ich zu ihr gehen soll, dass dadurch meine Leiden gelindert werden? Doch warum solltest du mir das sagen, wenn es hieße, gleichzeitig DIR zu entsagen?!
Kaltes Wasser auf seiner bloßen Haut. Lieber das als diese quälenden Gedanken.
~ * ~
Das Badezimmer hatte alle Vorzüge, die sich Christl nur wünschen konnte. Sie probierte alle möglichen Seifen und Düfte. Rosmarin und Orangenblüten stiegen in ihre Nase, Kokos, Lavendel und Pfirsich vergnügten sich miteinander von ihrem Knöchel bis zu der kleinen, sensiblen Stelle hinter ihrem Ohr. Sanft ließ sie den vollgesogenen Schwamm ihre weiche Silhouette hinauf- und hinuntergleiten.
~ * ~
Pater Florian fühlte, wie seine Hand langsam und angenehm seinen von Zweifeln gestählten Oberkörper hinabglitt.
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Der Schwamm umschmeichelte feucht und warm ihre Knöchel. Ihre kleinen Zecherln tanzten Tango.
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Die schlüpfrige Seife entglitt seiner starken Hand. Er bückte sich, um nach ihr zu greifen.
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Hohe Wellen schlagend hob sie ihre engelsgleich stramme Wade aus dem milchigen Badewasser.
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Er richtete sich auf und mehr mit ihm. Seine eisigen Finger fanden ihr heißes Ziel.
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Seufzend sprudelte sinnliche Freiheit in ihr, der sie sich, endlich angekommen, frohen Willens ergab.
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Eigenhändig bewältigte er die Situation und für einen Moment alle Zweifel beiseite schiebend, erlöste ihn ein lautes „Christl!“
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