Furchtlos stand Christl vor dem furchteinflößend selbstbewusst wirkenden Jahrhundertwendehaus am Rande der Stadt. Der Fiaker, der sie dorthin entführt hatte war schon längst im dunklen Nebel entschwunden, als sie sich noch einmal zögernd umblickte.
„Parole?“ umflüsterte es sie zweistimmig.
Sicher eines Abenteuers zog sie die güldene Einladung aus der Tasche, wies sie vor und wurde wortlos eingelassen.

„Ihr Gesicht muss verdeckt sein, gnä‘ Frau“, stoppte sie ein Page in schlichter, weißer Ledermaske.
Christl dutzte verguckt. „Gefällt Ihnen mein Antlitz nicht?“ fragte sie mit einem kecken Hüftschwung.
„Für Ihre Situation haben wir einen speziellen Nebenraum.“ Der Page wies mit der Hand gen Nebentür.
„Vielen Dank“, stieß Christl gereizt hervor. Was würde man ihr da schon bieten können was sie nicht selbst bieten konnte?

Sie betrat einen Raum, der erfüllt war von einem warmen goldgelben Glanz und dem Duft nach frischem Moschus. An den Wänden standen dicht gedrängt Regale, die jedoch leer waren bis auf drei Masken. Christl trat näher.

Welche Maske soll Christl wählen?

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